Dienstplan in der ambulanten Pflege: Wunschdienste, feste Touren, freie Wochenenden

Grafik „Dienstplan“: Monatskalender mit markierten freien Wochenenden und eine Uhr
In diesem Beitrag
  1. Die Dienste: Früh und Spät, keine Nachtschichten
  2. So entsteht der Monatsplan
  3. Drei Regeln, die immer gelten
  4. Was das Arbeitszeitgesetz dir garantiert
  5. Teilzeit, die zum Leben passt
  6. Urlaub und Feiertage
  7. Häufige Fragen
  8. Quellen

Wer aus der Klinik oder dem Heim in die ambulante Pflege wechselt, fragt meistens zuerst nach dem Dienstplan, und das zu Recht: Ob du deinen Beruf gern machst, entscheidet sich weniger an einzelnen Tagen als daran, ob du dein Leben darum planen kannst. Hier steht, wie bei Glückszeit Dienste entstehen, welche drei Regeln immer gelten und was das Arbeitszeitgesetz dir unabhängig vom Arbeitgeber garantiert.

Die Dienste: Früh und Spät, keine Nachtschichten

In der ambulanten Pflege gibt es zwei Dienste. Der Frühdienst beginnt um 6:00 Uhr im Büro in Bamberg, auf den Touren Richtung Forchheim um 6:00 Uhr in Buttenheim. Du nimmst Schlüssel und Tourenkörbchen, fährst mit dem Dienstwagen deine Tour und bringst am Ende die Schlüssel zurück; dann ist Feierabend, am Nachmittag und ohne Papierkram. Der Spätdienst deckt den Nachmittag und Abend ab: Medikamente, Abendpflege, Hilfe ins Bett. Nachtschichten, wie sie auf Station üblich sind, gibt es in der ambulanten Pflege bei uns nicht.

Jede Tour hat feste Kunden. Du fährst nicht jeden Tag woanders hin, sondern kennst deine Menschen, ihre Wohnungen und ihre Gewohnheiten; wie ein Tag abläuft, zeigt Ein Tag auf Tour. Für die Touren gibt es Fachkrafttouren mit Behandlungspflege und Helfertouren; welche für dich infrage kommen, hängt von deiner Qualifikation ab.

So entsteht der Monatsplan

Der Plan für den nächsten Monat entsteht nicht im stillen Kämmerlein. Wunschdienste und freie Tage trägst du schon im Vormonat ein: der Elternabend, der Arzttermin, das Wochenende mit den Enkeln. Die Pflegedienstleitung plant damit, und zwar so, dass die Touren besetzt sind und die Regeln unten eingehalten werden. Den fertigen Plan hast du auf deinem Diensthandy, kein Zettel am Schwarzen Brett. Änderungen danach gibt es nur in Absprache mit dir, etwa wenn im Team jemand krank wird; dann fragen wir, und zwar wirklich.

Drei Regeln, die immer gelten

  • Keine Doppeldienste. Ein Dienst am Tag, nicht morgens und abends mit Lücke dazwischen.
  • Nie Spät auf Früh. Wer abends auf Tour war, startet am nächsten Morgen nicht um 6 Uhr. So liegt zwischen zwei Diensten immer mehr Ruhezeit, als das Gesetz verlangt.
  • Jedes zweite Wochenende frei. Ehrlich gesagt: Jedes zweite Wochenende ist Dienst, Samstag und Sonntag, denn unsere Kunden brauchen auch am Wochenende Hilfe. Dafür ist das andere Wochenende verlässlich frei, und für den Sonntag gibt es 25 % Zuschlag.

Dazu kommen 30 Tage Urlaub bei einer 5-Tage-Woche, ein unbefristeter Vertrag und Teilzeit zwischen 15 und 35 Stunden pro Woche. Wie sich deine Stunden auf Dienste verteilen, besprechen wir vor dem Start; alle Zahlen zu Lohn und Zuschlägen stehen auf der Seite Gehalt.

Was das Arbeitszeitgesetz dir garantiert

Unabhängig davon, bei wem du arbeitest, setzt das Arbeitszeitgesetz Grenzen, die jeder Dienstplan einhalten muss. Die wichtigsten:

  • Ruhezeit: Nach dem Dienst stehen dir mindestens elf Stunden ununterbrochene Ruhe zu (§ 5 ArbZG). In Pflegeeinrichtungen darf die Ruhezeit auf zehn Stunden verkürzt werden, wenn das innerhalb eines Monats durch eine längere Ruhezeit ausgeglichen wird. Weil wir Spät auf Früh ausschließen, kommt diese Ausnahme bei uns gar nicht erst ins Spiel.
  • Arbeitszeit am Tag: Acht Stunden, bis zu zehn Stunden, wenn im Schnitt von sechs Monaten acht Stunden nicht überschritten werden (§ 3 ArbZG).
  • Pausen: Ab sechs Stunden Arbeit 30 Minuten, ab neun Stunden 45 Minuten (§ 4 ArbZG).
  • Freie Sonntage: Mindestens 15 Sonntage im Jahr müssen frei bleiben, und für jeden gearbeiteten Sonntag gibt es innerhalb von zwei Wochen einen Ersatzruhetag (§ 11 ArbZG). Mit jedem zweiten Wochenende frei liegst du bei rund 26 freien Sonntagen im Jahr.

Wenn dir ein Arbeitgeber einen Plan vorlegt, der diese Grenzen regelmäßig verletzt, ist das kein Organisationsproblem, sondern ein Rechtsverstoß. Du darfst nachfragen.

Teilzeit, die zum Leben passt

Wir bieten Teilzeit zwischen 15 und 35 Stunden pro Woche. Das ist in der ambulanten Pflege kein Nachteil: Ein Frühdienst ist ein kompletter Dienst mit eigener Tour, egal ob du drei oder fünf davon in der Woche fährst. Wer Kinder hat, plant mit festen freien Tagen; wer dazuverdienen will, nimmt mehr Dienste. Was für dich passt, sagst du uns im Bewerbungsformular und im Gespräch.

Urlaub und Feiertage

30 Tage Urlaub bei einer 5-Tage-Woche sind der Rahmen, geplant wird er wie die Wunschdienste im Voraus, damit die Touren besetzt bleiben und du dich auf deinen Urlaub verlassen kannst. Feiertage sind in der Pflege Arbeitstage wie Sonntage; dafür zahlen wir 35 % Zuschlag. Was die Zuschläge netto bringen, rechnet Zuschläge in der Pflege vor.

Ein Tag auf Tour

Häufige Fragen

Kann ich nur Frühdienste machen?

Sag uns im Formular, welche Dienste und Touren für dich passen. Welches feste Modell möglich ist, hängt von der Tour und vom Team ab; das besprechen wir vor dem Start, nicht erst danach.

Wie kurzfristig ändert sich der Plan?

Der Monatsplan steht vor Monatsbeginn. Danach ändern wir nur in Absprache mit dir, zum Beispiel wenn eine Kollegin krank wird und eine Tour offen ist.

Muss ich jedes Wochenende arbeiten?

Nein, jedes zweite: Samstag und Sonntag im Dienst, das andere Wochenende verlässlich frei. Das ist für den Job zwingend, dafür gibt es den Sonntagszuschlag und ein planbares freies Wochenende dazwischen.

Gibt es Nachtdienste?

Nein. Unsere Touren laufen im Früh- und Spätdienst; Nachtschichten wie auf Station gibt es nicht.

Wie lange dauert die Einarbeitung?

Je nach Erfahrung und Qualifikation 14 bis 31 Tage. Erfahrene Kolleginnen und Kollegen nehmen dich auf ihre Touren mit; du fährst erst allein, wenn du dich sicher fühlst. Den Ablauf beschreibt Bewerbungsprozess.

Quellen

Stand: 2. November 2026.

David Geiger

Über den Autor

David Geiger

David Geiger hat Glückszeit gegründet und führt den Pflegedienst als Geschäftsführer. Er ist gelernter Altenpfleger, Pflegedienstleiter und Fachtherapeut Wunde, hat über zwölf Jahre Erfahrung in der Pflege und ein Studium im Pflegemanagement.

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