Thrombosespritze, Insulin, Blutzucker: Wann der Pflegedienst kommt

Grafik „Behandlungspflege: Spritzen“: eine Spritze und ein Blutzuckermessgerät mit Tropfen
In diesem Beitrag
  1. Wann der Pflegedienst spritzen darf
  2. Blutzucker messen
  3. Was sonst zur Behandlungspflege gehört
  4. Wie lange gilt die Verordnung?
  5. Was kostet das?
  6. So läuft es bei Glückszeit
  7. Quellen

Die Klinik hat Thrombosespritzen mitgegeben, oder zum Diabetes gehören Insulin und Blutzuckermessen? Nicht jede und jeder kann sich selbst spritzen. Dann kann die Ärztin oder der Arzt häusliche Krankenpflege verordnen, und ein Pflegedienst übernimmt.

Wann das geht, regeln § 37 SGB V und die Richtlinie über die Verordnung häuslicher Krankenpflege des Gemeinsamen Bundesausschusses, kurz HKP-Richtlinie. Hier das Wichtigste in verständlicher Form.

Wann der Pflegedienst spritzen darf

Behandlungspflege gibt es als häusliche Krankenpflege, wenn sie nötig ist, um das Ziel der ärztlichen Behandlung zu sichern. Verordnet wird sie von Vertragsärztinnen und Vertragsärzten, wenn sie medizinisch notwendig ist. Nach einem Krankenhausaufenthalt kann auch das Krankenhaus häusliche Krankenpflege verordnen, für bis zu sieben Tage.

Spritzen unter die Haut stehen als eigene Leistung im Leistungsverzeichnis der Richtlinie: Aufziehen, Dosieren und Einbringen ärztlich verordneter Medikamente. Dazu gehören zum Beispiel Insulin und Heparin, das als Thrombosespritze gegeben wird.

Wichtig: Vor der Verordnung prüft die Praxis bei Insulin- und Heparinspritzen, ob Sie selbst spritzen können, gegebenenfalls nach Anleitung, etwa mit einem Pen oder einer Fertigspritze. Wenn Ihnen das schwerfällt, sprechen Sie es offen an.

Blutzucker messen

Auch das Messen des Blutzuckers kann verordnet werden, unter anderem wenn ein Diabetes neu eingestellt wird. Voraussetzung ist, dass Sie selbst nicht messen können, etwa wegen einer sehr starken Sehschwäche, einer erheblich eingeschränkten Beweglichkeit von Händen und Armen, großer körperlicher Schwäche oder einer starken Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit. Routinemäßige Dauermessungen sind nach der Richtlinie nur verordnungsfähig, um eine intensivierte Insulintherapie fortzusetzen.

Was sonst zur Behandlungspflege gehört

Wie lange gilt die Verordnung?

Eine Erstverordnung soll höchstens 14 Tage umfassen. Wird die Pflege länger gebraucht, stellt die Praxis eine Folgeverordnung aus. Wir fordern sie für Sie an. Was auf einer Verordnung stehen kann, erklärt Verordnung häuslicher Krankenpflege.

Was kostet das?

Die Kosten trägt die Krankenkasse. Ein Pflegegrad ist dafür nicht nötig. Erwachsene zahlen eine gesetzliche Zuzahlung: 10 Prozent der Kosten, begrenzt auf die ersten 28 Kalendertage im Jahr, und 10 € je Verordnung.

Für alle Zuzahlungen gibt es eine Belastungsgrenze: 2 Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt, für chronisch Kranke in Dauerbehandlung 1 Prozent. Wer sie erreicht, kann sich von weiteren Zuzahlungen befreien lassen.

So läuft es bei Glückszeit

  1. Sie rufen an oder fordern einen Rückruf an. Eine Verordnung müssen Sie dafür noch nicht in der Hand haben.
  2. Wir fordern die Verordnung in der Hausarztpraxis an, reichen sie bei der Krankenkasse ein und kümmern uns um die Genehmigung.
  3. Ihre Pflegekraft kommt zur vereinbarten Zeit, oft schon innerhalb weniger Tage. Injektionen und Wundversorgung übernehmen bei uns dreijährig examinierte Pflegefachkräfte.

Bei akuten medizinischen Notfällen wählen Sie bitte immer die 112. Mehr zu unserer Arbeit auf der Seite Behandlungspflege zu Hause in Bamberg und Forchheim.

Quellen

Stand: Oktober 2026.

David Geiger

Über den Autor

David Geiger

David Geiger hat Glückszeit gegründet und führt den Pflegedienst als Geschäftsführer. Er ist gelernter Altenpfleger, Pflegedienstleiter und Fachtherapeut Wunde, hat über zwölf Jahre Erfahrung in der Pflege und ein Studium im Pflegemanagement.

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Was hilft uns beim ersten Gespräch? (falls zur Hand)

  • Besteht bereits ein Pflegegrad, und wenn ja, welcher?
  • Bei welcher Kranken- und Pflegekasse ist die Person versichert?
  • Liegt eine ärztliche Verordnung vor, etwa für Medikamente, Verbände oder Kompressionsstrümpfe?
  • Worum geht es konkret, und zu welcher Tageszeit wird Hilfe gebraucht?

Sie brauchen nichts vorzubereiten. Wenn Sie noch unsicher sind, ob ein Pflegedienst überhaupt das Richtige ist: Auch dafür ist das Gespräch da.

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